Dynamics 365 — Business Central für den Mittelstand, Finance & Operations für den Konzern — deckt die kaufmännische Seite gut ab. Zwischen dem im ERP erfassten Auftrag und der Palette, die das Tor verlässt, liegt jedoch eine physische Welt aus Scannern, Gassen, wechselnden Prioritäten und immer häufiger Automatik. Genau diese Welt übernimmt Kazam und hält sie mit Dynamics synchron.
So arbeitet die Integration
Bidirektionaler Datenaustausch über die Schnittstellen von Dynamics — APIs und Dienste, die in der Analysephase je nach eingesetzter Version festgelegt werden:
- Von Dynamics zu Kazam: Artikelstammdaten, Einkaufs-, Verkaufs- und Umlagerungsaufträge, die abzuwickeln sind.
- Von Kazam zu Dynamics: bestätigte Wareneingänge, Kommissionierungen und Versände, Bestandskorrekturen, vollständige Rückverfolgbarkeit (Charge, Seriennummer, Verfallsdatum).
Das ERP hält das buchhalterische Bild, Kazam die operative Wirklichkeit: wo jede Ladeeinheit steht, wer gerade was tut, was gegenüber den Cut-off-Zeiten in Verzug ist.
Über das ERP hinaus: wann es mehr braucht
Das Lagermodul eines ERP reicht bis zu einem gewissen Punkt; sobald Prioritäten in Echtzeit und Maschinen ins Spiel kommen, braucht es Ebenen, die das ERP nicht hat: das WES, das die Arbeit zwischen Mitarbeitern und Automatik ausbalanciert, und das WCS, das Shuttles, Sorter und AGV direkt ansteuert (OPC-UA, Modbus, FINS, VDA 5050). In Kazam sind das Module derselben Plattform: Man startet mit dem WMS und den Terminals und schaltet den Rest frei, wenn er gebraucht wird.
Und wenn er nicht gebraucht wird? Deckt das Lagermodul des ERP Ihre Abläufe bereits ab und ist keine Automatisierung in Sicht, ist das völlig in Ordnung: Eine zusätzliche Schicht wäre zu pflegen, ohne dass ein Nutzen sie rechtfertigt.
Wo die Daten verlaufen
Bei einem ERP in der Cloud betrifft die erste Frage die Grenze: was hinausgeht, was hereinkommt und von wo. Kazam bleibt im Lager, im Netz der Anlage, weil es dort Terminals, Drucker und — sofern vorhanden — die Automatik ansteuern muss. Dynamics bleibt, wo es ist.
Zwischen beiden liegt ein Austauschbereich: eine eigene Datenbank, in der das ERP ablegt, was das Lager auszuführen hat, und aus der es die Ergebnisse zurückliest. Ein lokaler Dienst fragt sie in konfigurierbaren Abständen ab, im Sekundenbereich. Er holt Artikelstammdaten, Kunden, Lieferadressen, Arbeitsbelege mit ihren Positionen und Ladeeinheiten herein.
Der Vorteil dieser Trennung zeigt sich, wenn die Verbindung nicht perfekt ist. Das Lager hängt nicht Sekunde für Sekunde an der Erreichbarkeit der Cloud: Die Mitarbeiter nehmen weiter an, lagern ein und kommissionieren, und der Austausch läuft wieder an, sobald die Leitung zurück ist. Ein Lager, das stillsteht, weil die Verbindung zum ERP abgerissen ist, ist schlecht ausgelegt.
Umgebungen, Versionen und Prüfungen
Die Integration hängt nicht an einem bestimmten Release des ERP, sondern am vereinbarten Datenformat. Cloud-Updates verlangen deshalb keine neue Arbeit: Darunter ändert sich das ERP, die Vereinbarung über den Austausch bleibt.
Jeder abgelegte Datensatz trägt einen Status: zu lesen, importiert oder verworfen, weil von einer neueren Fassung überholt — mit Uhrzeit und Grund. Der Dienst liest nur das erneut, was er noch nicht verarbeitet hat. Er lässt sich also anhalten und neu starten, ohne Dubletten zu erzeugen; das hilft bei den Abnahmen, wenn derselbe Testbestand mehrfach durchläuft.
Für den Rückweg werden die APIs von Kazam mit den Schlüsseln aus Dynamics abgefragt. Sie fragen den Status eines Belegs unter der Nummer ab, die das ERP ohnehin kennt, und erhalten zurück, was im Lager geschehen ist. Nach derselben Logik fragen Sie den Bestand eines Artikels oder einer Ladeeinheit je Lagerplatz ab. Der Zugriff ist per Token authentifiziert. Bei der Abnahme lässt sich so belegen, dass beide Seiten dieselbe Geschichte erzählen.
Häufige Fragen
Arbeiten Sie mit Business Central in der Cloud?
Die Integration läuft über die von Dynamics bereitgestellten Schnittstellen; wie weit die eingesetzte Version abgedeckt ist, klärt die erste technische Analyse. Sprechen Sie uns an.
Wer führt die Bestände?
Dynamics bleibt das System der buchhalterischen Aufzeichnungen; Kazam verwaltet den operativen Bestand je Lagerplatz und gleicht ihn über die bestätigten Bewegungen ab.
Können wir mit einem einzigen Lager der Gruppe starten?
Ja: Kazam ist mehrlagerfähig, und die Einführung kann schrittweise Standort für Standort erfolgen, während die ERP-Integration zentral bleibt.
Steht das Lager während der Inbetriebnahme still?
Der Start wird in Phasen geplant, mit migrierten Daten und Parallelbetrieb, wo er nötig ist; den Plan legt die Analyse mit der IT fest.
Kazam ist die Source-available-Plattform, die WMS und WES abdeckt und sich mit Sun Tech WCS integrieren lässt. Sprechen Sie mit einem Ingenieur über die Integration mit Ihrem Dynamics.
Kazam WMS · Lagerplattform