Architektur

Ein lesbarer Stack, ein kontrollierbares Deployment.

Drei Clients — Web, Mobile und Desktop — auf einer Domäne, einer Datenbank und einem Regelwerk. Jede Schicht ist isolierbar, testbar und ersetzbar: kein Monolith und keine implizite Abhängigkeit von einer proprietären Cloud.

Logische Architektur

  • COREDomäne in C# / .NET — Die Domänendienste — Stammdaten, Wareneingang, Einlagerung, Kommissionierung, Inventur, Qualitätskontrolle, KPIs — liegen an einer Stelle und wissen nicht, von welchem Client die Anfrage kommt. Deshalb zeigen Web, Mobile und Desktop immer dieselben Zahlen: Sie haben nicht drei Logiken, sondern teilen sich eine.
  • WEBKazam Web — Blazor Server auf .NET 10 — Der Hauptclient: 86 Seiten in 27 Bereichen, davon 31 rein für die Konfiguration. Die Anwendung läuft auf dem Server und überträgt an den Browser nur die Oberflächenunterschiede — am Arbeitsplatz ist nichts zu installieren, und ein Update gilt sofort für alle. Syncfusion-Komponenten für Tabellen, Diagramme und Lagerplan; Cookie-Authentifizierung.
  • BFFEine Schicht für das Web, keine generische API — Zwischen Web-Anwendung und Domäne liegt ein Backend for Frontend: Es stellt genau das bereit, was die Seiten brauchen, und die Anwendung nutzt es über typisierte, per Schlüssel authentifizierte Clients. Die Web-Anwendung öffnet nie eine Datenbankverbindung.
  • MOBILEKazam Mobile — .NET MAUI — Android auf Industrie-Handhelds und WinUI auf Windows-Tablets, für alle, die zwischen den Regalen arbeiten. Hardware-Scanner, Offline-Betrieb und differenzielle Synchronisation: Das Lager läuft weiter, auch wo das WLAN nicht bis ans Gangende reicht.
  • DESKTOPKazam Desktop — Windows-Client — Der etablierte WinForms-Client, vollständig und unterstützt, für alle, die eine installierte Anwendung bevorzugen. Er arbeitet auf derselben Domäne und denselben Daten wie die anderen.
  • WCSSun Tech WCS — die Schicht, die mit den Maschinen spricht — Anlagensteuerung für SPS, Shuttles, Sorter und FTF: Anlagenmodell, Aufträge, Routen und Recovery, wenn eine Maschine stoppt. Open Source unter der Apache-Lizenz 2.0. Diese Schicht hat ein ERP nicht — und sie unterscheidet ein automatisiertes Lager von einem nur digitalisierten.
  • AUSTAUSCHIntegration mit dem ERP — REST/JSON-Schnittstellen, nach ERP-Schlüssel indiziert, plus ein Austauschbereich in der Datenbank mit Status je Datensatz. Zwei Wege zum selben Ziel: der synchrone, wenn sofort eine Antwort nötig ist, der asynchrone, wenn beide Systeme nicht aufeinander warten sollen.
  • DATENSQL Server, on-premise oder in der Cloud — Die transaktionalen Daten liegen auf SQL Server — dort, wo Sie es wollen. Keine implizite Abhängigkeit von einem proprietären Dienst: Die Datenbank gehört Ihnen und ist mit Ihren gewohnten Werkzeugen abfragbar.
ERP-Integration

Ein Austauschvertrag, kein herstellerspezifischer Konnektor

Kazam enthält keine an ein einzelnes ERP gebundenen Konnektoren, sondern stellt einen Datenaustausch-Vertrag bereit, den jedes ERP bedienen und nutzen kann. Die Integration entsteht in der Analysephase auf Basis der Satzarten des Kunden und bleibt gültig, auch wenn das ERP morgen wechselt — das Lager steht nicht still.

Korrelationsschlüssel

Jeder Lagerbeleg trägt den Verweis auf den ursprünglichen ERP-Beleg (HOOK_TESTATA_ERP in Kopf und Positionen): Die Verbindung zwischen beiden Welten ist explizit, abfragbar und jederzeit nachprüfbar.

Austauschbereich

Staging-Tabellen auf SQL Server mit Status je Datensatz: Das ERP schreibt, Kazam liest, und jede Zeile weiß, ob sie importiert wurde, aussteht oder fehlgeschlagen ist.

Import-Dienst

Ein Windows-Dienst holt in konfigurierbaren Intervallen ab, was ansteht, und überführt es ins WMS — Kunden, Adressen, Artikel, Ladeeinheiten, Aufträge — idempotent und wiederholbar.

REST-API

Nach ERP-Schlüssel indizierte Endpunkte mit JWT-Authentifizierung, um in Echtzeit zu lesen und zu schreiben, wenn Polling nicht ausreicht. Dazu optionale SQL-Hooks für projektspezifische Anpassungen.

Wie das bei den gängigsten ERP-Systemen aussieht: SAP · TeamSystem · Zucchetti · Microsoft Dynamics · Kazam vs Odoo (Seiten auf Italienisch)

Architekturmuster

Sauberer Stack, klare Verträge, nachhaltige Weiterentwicklung

Clean Architecture + DI

Klare Trennung zwischen Domäne, Anwendung und Infrastruktur. Dependency Injection für Testbarkeit.

Bounded Contexts (DDD-light)

WMS, WCS und Mobile arbeiten in getrennten Kontexten mit klaren, versionierten Verträgen.

Pragmatisches CQRS

Commands und Queries werden dort getrennt, wo Durchsatz und Skalierbarkeit gefragt sind.

Event-driven

Interne Domain Events; reaktive Integrationen über MQTT / Webhooks zu externen Systemen.

Technologien & Protokolle

Moderner Stack, industrielle Adapter

RUNTIME

.NET 9/10-ready

  • Modernes C#, async-first
  • WinForms + .NET MAUI
  • DevExpress / Syncfusion
  • Optimiertes ADO.NET
FIELD / AUTOMATION

Industrielle Protokolle

  • MQTT für IoT / Geräte
  • OPC-UA für Automatisierung
  • Modbus, OMRON FINS
  • VDA 5050 für AGV / AMR
CLOUD / DEPLOY

On-Premise oder Azure

  • SQL Server / Express
  • Azure App Service optional
  • Docker-Container
  • Konfigurierbare Queues und Storage
Sicherheit & Compliance

Nachvollziehbare Audits, native Rückverfolgbarkeit

Authentifizierung

JWT / OAuth2. RBAC (Rollen/Profile) auf Modul- und Aktionsebene.

Multi-Tenant

Optional: logische Trennung nach Kunde/Standort mit eigenen DB-Scopes oder Schema-per-Tenant.

Verschlüsselung

TLS bei der Übertragung; selektive At-Rest-Verschlüsselung (Feld/Tabelle); externes Secret-Management.

Audit & Tracing

Append-only-Logs, Audit-Trail bei sensiblen Datensätzen, korreliertes Distributed Tracing.

Vertiefen

Architektur-Whitepaper auf Anfrage

Ein technisches Dokument für IT-Manager, Integratoren und Entwickler mit Details zu Konnektoren, Modulen, FINS/OPC-UA, KPI/BI.

Testzugang

Bereit, es auszuprobieren?

Erhalten Sie einen Zugang zur Web-Anwendung: Sie öffnen sie im Browser, ohne etwas auf den Arbeitsplätzen zu installieren. Ein Ingenieur antwortet innerhalb eines Werktags.

Die drei jüngsten Neuerungen: die Web-Anwendung — was sich ändert und was bleibt —, der Assistent, der das Lager im Gespräch konfiguriert, und Sun Tech WCS, das als Open Source veröffentlichte Warehouse Control System.